UKW-Frequenzplanung für privaten Rundfunk in Österreich

Professionelle UKW-Frequenzplanung: Frequenzsuche, Ausbreitungsrechnung nach ITU-R P.1546, Störfallanalyse, internationale Koordinierung (GE84) und Bewilligungsanträge bei KommAustria/TKK.

UKW-Frequenzplanung für privaten Rundfunk in Österreich

Professionelle UKW-Frequenzsuche, Ausbreitungsrechnung und Koordinierung für Bewilligungsanträge bei der KommAustria.

Professionelle UKW-Frequenzplanung

Die STR-NETWORK ist auf die Frequenzplanung für den privaten UKW-Hörfunk in Österreich spezialisiert. Wir begleiten Radioveranstalter von der ersten Frequenzsuche bis zur erfolgreichen Zulassung durch die KommAustria und die Telekom-Control-Kommission (TKK).

Unsere Leistungen umfassen die komplette Ausbreitungsrechnung, Störfallanalysen, Koordinierung mit Nachbarländern gemäß dem Genfer Abkommen GE84 und die Erstellung aller erforderlichen Unterlagen für Bewilligungsanträge bei der Fernmeldebehörde.

Durch jahrelange Erfahrung kennen wir die Frequenzsituation in Österreich im Detail und können auch in dicht belegten Regionen wie dem Wiener Becken oder dem Inntal noch nutzbare Frequenzen identifizieren.

UKW Frequenzplanung und Empfangssimulation

Wie funktioniert UKW-Frequenzplanung?

UKW-Hörfunk nutzt in Österreich den Frequenzbereich von 87,5 bis 108,0 MHz (Band II im VHF-Bereich). In diesem Spektrum stehen rund 100 nutzbare Kanäle im 200-kHz-Raster zur Verfügung. Da Österreich von mehreren Ländern umgeben ist und die UKW-Ausbreitung weit über die Landesgrenzen hinausreicht, muss jede neue Frequenzzuteilung international koordiniert werden.

Die Frequenzplanung beginnt mit einer Frequenzsuche: Wir analysieren das bestehende Belegungsspektrum am gewünschten Standort und identifizieren Frequenzen, die ohne störende Interferenzen nutzbar sind. Dazu verwenden wir professionelle Planungstools, die das Geländeprofil, Hindernisse, Bebauung und atmosphärische Ausbreitungsbedingungen berücksichtigen.

Kern der Planung ist die Ausbreitungsrechnung nach ITU-R P.1546 (bzw. dem Vorgängermodell Rec. 370). Damit wird berechnet, welche Feldstärke das Signal am Empfangsort erreicht und ob es zu Gleichkanal- oder Nachbarkanalstörungen mit bestehenden Sendern kommt. Das Ergebnis ist eine Versorgungskarte, die exakt zeigt, in welchem Gebiet der Sender empfangen werden kann.

Gleichkanalstörung (Co-Channel)

Tritt auf, wenn zwei Sender auf derselben Frequenz senden und sich ihre Versorgungsgebiete überschneiden. Der Mindestabstand zwischen Gleichkanalsendern hängt von der Sendeleistung, der Antennenhöhe und der Geländeform ab. In Österreich rechnen wir typischerweise mit Schutzabständen von 100–200 km bei höheren Leistungen.

Nachbarkanalstörung (Adjacent Channel)

Entsteht, wenn Sender auf benachbarten Frequenzen (±100 kHz, ±200 kHz, ±300 kHz) sich gegenseitig stören. Besonders bei der ersten Nachbarfrequenz (±100 kHz) sind die Schutzabstände signifikant. Moderne Empfänger haben hier bessere Selektivität, dennoch gelten strenge ITU-Schutzverhältnisse.

Intermodulation

Wenn mehrere Sender am selben Standort betrieben werden, können durch nichtlineare Effekte in Verstärkern und Antennen Intermodulationsprodukte entstehen. Diese Scheinfrequenzen können andere Dienste stören. Wir berechnen alle IM-Produkte 3. und 5. Ordnung vorab und wählen die Frequenzkombinationen entsprechend.

Internationale Koordinierung

Jede neue UKW-Frequenz in Österreich muss mit den Nachbarländern Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien, Schweiz und Liechtenstein koordiniert werden. Die Grundlage bildet das Genfer Abkommen GE84. Wir übernehmen die Erstellung der Koordinierungsunterlagen im ITU-Format.

Der Weg zur Frequenzzuteilung in Österreich

1

Frequenzsuche & Machbarkeitsanalyse

Wir analysieren die Frequenzbelegung am gewünschten Standort und prüfen, welche Frequenzen technisch nutzbar sind. Dabei berücksichtigen wir bestehende österreichische Sender, ausländische Sender und bereits koordinierte, aber noch nicht in Betrieb genommene Frequenzen.

2

Technisches Konzept

Erstellung eines vollständigen technischen Konzepts mit Standortdaten, Antennenhöhe, Sendeleistung (ERP), Antennendiagramm (Horizontal- und Vertikalcharakteristik), Polarisation und Abstrahlrichtung. Berechnung der Versorgungsgebiete und Störfallanalyse.

3

Koordinierung & Notifizierung

Die Fernmeldebehörde (BMF/TKK) leitet die Koordinierung mit den Nachbarländern ein. Bei Einwänden werden technische Parameter angepasst (z. B. Leistungsreduktion in bestimmte Richtungen durch gerichtete Antennen). Nach erfolgreicher Koordinierung wird die Frequenz bei der ITU notifiziert.

4

Bewilligung & Inbetriebnahme

Nach der erfolgreichen Koordinierung erteilt die KommAustria die Zulassung und die TKK die Frequenzzuteilung. Der Sender kann nun errichtet und in Betrieb genommen werden. Wir begleiten den gesamten Prozess – von der Antragstellung bis zur finalen Abnahmemessung.

Unsere Frequenzplanungs-Leistungen im Überblick

Frequenzsuche und Verfügbarkeitsanalyse im Bereich 87,5 – 108 MHz

Ausbreitungsrechnung nach ITU-R P.1546

Störfallanalyse (Gleichkanal, Nachbarkanal, Intermodulation)

Versorgungsgebietsplanung mit detaillierten Feldstärkekarten

Internationale Koordinierung nach GE84 mit 8 Nachbarstaaten

Erstellung aller Antragsunterlagen (KommAustria / TKK)

Berechnung von IM-Produkten bei Multi-Sender-Standorten

Technische Begleitung im gesamten Zulassungsverfahren

20+

Jahre Erfahrung in der Frequenzplanung

100+

Erfolgreich koordinierte Frequenzen

8

Nachbarländer für internationale Koordinierung